Ashwagandha ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten Kräuter, wird jedoch auch am häufigsten missverstanden. Viele Produkte konzentrieren sich auf Schlagzeilenwerte, Extraktkonzentrationen oder Withanolid-Anteile, ohne zu erklären, was diese Zahlen tatsächlich bedeuten oder in welchem Zusammenhang sie mit der traditionellen Anwendung und der modernen Forschung stehen. Infolgedessen können zwei Ashwagandha-Präparate, die auf dem Papier ähnlich aussehen, im Körper sehr unterschiedlich wirken.
In diesem Leitfaden wird erläutert, was Ashwagandha ist, warum die Wurzel so wichtig ist, was Withanolide eigentlich sind und warum es bei der Konzentration nicht einfach so ist, dass „höher gleich besser“ gilt. Außerdem wird dargelegt, was KSM-66 – einen Vollspektrum-Extrakt, der ausschließlich aus der Wurzel gewonnen wird – von vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Ashwagandha-Produkten unterscheidet.
Themen, die wir behandeln werden:
1. Was ist Ashwagandha?
2. Ashwagandha-Wurzel vs. Ashwagandha-Blatt: Warum die Herkunft eine Rolle spielt
3. Was sind Withanolide?
4. Ashwagandha – Konzentration und Standardisierung verstehen
5. Was zeichnet KSM-66 aus?
6. Warum es biologisch gesehen auf „nur Wurzel“ und das gesamte Spektrum ankommt
7. Bio-Ashwagandha: Warum die Anbaubedingungen entscheidend sind
8. Wie Ashwagandha im Körper wirkt
9. Was bedeutet „Adaptogen“?
10. Was Ashwagandha kann und was nicht
11. Wie lange es dauert, bis Ashwagandha wirkt
12. Wie man Ashwagandha-Kapseln einnimmt
13. Sicherheit, Toleranz und an wen man sich wenden sollte
14. Warum sollten Sie sich für VitaBright Ashwagandha (KSM-66) entscheiden?
15. Weiterführende Literatur
1. Was ist Ashwagandha?
Ashwagandha (Withania somnifera) ist ein kleiner Strauch, der in Indien, im Nahen Osten und in Teilen Afrikas heimisch ist. Er wird seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Medizin verwendet, wo die Wurzel traditionell als Pulver oder Sud zubereitet und über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde, anstatt als kurzfristiges Heilmittel zu dienen.
Seit jeher wird Ashwagandha wegen seiner Fähigkeit geschätzt, die Widerstandsfähigkeit in Zeiten körperlicher oder geistiger Belastung zu stärken. Diese langfristige, unterstützende Anwendung ist ein wichtiger Aspekt, um zu verstehen, wie das Kraut wirken soll – es ist weder ein Beruhigungsmittel noch ein Stimulans, sondern soll dem Körper helfen, natürliche Schlafmuster und anhaltende Energie wiederherzustellen und so das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen.
Moderne Nahrungsergänzungsmittel unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von traditionellen Präparaten: Sie enthalten konzentrierte Auszüge der in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe. Dies sorgt für eine gleichmäßigere und bequemere Dosierung, bedeutet aber auch, dass die Herkunft, die Extraktionsmethode und der verwendete Pflanzenteil von entscheidender Bedeutung sind. Ohne diesen Kontext können Angaben auf dem Etikett und prozentuale Angaben irreführend sein.
2. Ashwagandha-Wurzel vs. Ashwagandha-Blatt: Warum die Herkunft eine Rolle spielt
Traditionell wurden für Ashwagandha-Präparate die Wurzeln und nicht die Blätter verwendet. Dieser Unterschied ist von Bedeutung, da verschiedene Pflanzenteile unterschiedliche Wirkstoffprofile aufweisen.
Ashwagandha-Blätter enthalten höhere Konzentrationen bestimmter Withanolide, insbesondere Withaferin A. Dies kann zwar den Gesamtanteil an Withanolid auf dem Etikett erhöhen, verändert jedoch auch die biologische Wirkung des Extrakts. Aus Blättern gewonnene Withanolide wirken stärker anregend und werden von manchen Menschen möglicherweise weniger gut vertragen, insbesondere in höheren Konzentrationen.
Extrakte, die ausschließlich aus der Wurzel gewonnen werden, bieten dagegen ein breiteres und ausgewogeneres Spektrum an Wirkstoffen, das der traditionellen Verwendung näherkommt. Die in der Wurzel enthaltenen Withanolide liegen zwar meist in geringeren Einzelkonzentrationen vor, jedoch in einer komplexeren Mischung, was offenbar Einfluss darauf hat, wie das Kraut auf die Stressreaktion und die Bahnen des Nervensystems wirkt.
Manche moderne Extrakte enthalten Blätter, um die Wirkstoffkonzentration zu erhöhen oder die Produktionskosten zu senken. Das macht sie nicht grundsätzlich unsicher, aber sie unterscheiden sich dadurch von anderen Produkten und sind weniger geeignet für Menschen, die Linderung von Stress oder Unruhe suchen. Für diejenigen, die sich an der traditionellen Verwendung orientieren und Wert auf Verträglichkeit und langfristigen Gebrauch legen, sind Extrakte, die ausschließlich aus Wurzeln bestehen, in der Regel die bevorzugte Wahl.
KSM-66 wird ausschließlich aus der Wurzel gewonnen, was ein charakteristisches Merkmal des Extrakts ist.
3. Was sind Withanolide?
Withanolide sind eine Gruppe natürlich vorkommender Verbindungen, die in Ashwagandha enthalten sind. Sie werden oft als die wichtigsten „Wirkstoffe“ der Pflanze bezeichnet, doch diese Bezeichnung kann irreführend sein. Withanolide sind keine einzelne Substanz, sondern eine Familie verwandter Verbindungen, von denen jede leicht unterschiedliche biologische Wirkungen hat.
Der auf dem Etikett eines Nahrungsergänzungsmittels angegebene Gesamtanteil an Withanolidern gibt die Gesamtmenge dieser Verbindungen wieder, nicht jedoch deren individuelles Verhältnis zueinander oder ihre Herkunft innerhalb der Pflanze. Aus diesem Grund können sich zwei Produkte mit demselben Withanolid-Anteil in der Praxis sehr unterschiedlich verhalten.
Wichtig ist, dass nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch die Art und das Verhältnis der Withanolide eine Rolle spielen. Withanolide aus der Wurzel unterscheiden sich von denen aus den Blättern, und Vollspektrum-Extrakte wirken anders als Isolate oder hochkonzentrierte Fraktionen. Traditionelle Präparate stützten sich auf das natürliche Gleichgewicht in der Wurzel, anstatt einen einzelnen Wirkstoff isoliert zu maximieren.
Dieses Verständnis von Withanolidien hilft zu erklären, warum höhere Werte nicht automatisch ein besseres oder geeigneteres Ashwagandha-Präparat bedeuten und warum die Extraktionsmethode und der verwendete Pflanzenteil ebenso wichtig sind wie die angegebene Wirkstoffkonzentration.
4. Ashwagandha – Konzentration und Standardisierung verstehen
Eine der häufigsten Ursachen für Verwirrung bei Ashwagandha-Präparaten ist der Begriff der „Stärke“. Auf den Etiketten werden oft Extraktverhältnisse wie 5:1 oder 10:1 hervorgehoben oder der Schwerpunkt liegt stark auf dem Withanolid-Gehalt. Für sich genommen sagen diese Zahlen jedoch nichts darüber aus, wie sich ein Extrakt im Körper verhält.
Das Extraktverhältnis gibt lediglich an, wie viel pflanzliches Ausgangsmaterial zur Herstellung des Extrakts verwendet wurde. Ein 10:1-Extrakt bedeutet, dass zehn Teile der Pflanze zu einem Teil Extrakt konzentriert wurden; es sagt jedoch nichts darüber aus, welche Inhaltsstoffe bei der Verarbeitung erhalten geblieben sind, verloren gegangen sind oder verändert wurden. Ein höheres Verhältnis bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt besser oder wirksamer ist.
Die Standardisierung der Withanolid-Gehalte stellt eine weitere Ebene dar. Wenn ein Extrakt auf einen bestimmten Prozentsatz an Withanolid-Gehalten standardisiert wird, bedeutet dies, dass der Hersteller den Extrakt so angepasst hat, dass jede Charge eine gleichbleibende Gesamtmenge dieser Verbindungen enthält. Diese Gesamtzahl gibt jedoch keinen Aufschluss darüber, welche Withanolide vorhanden sind, ob sie aus der Wurzel oder den Blättern stammen oder wie ausgewogen das endgültige Profil ist.
Aus diesem Grund können sich zwei Ashwagandha-Produkte mit demselben Withanolid-Anteil bei der Einnahme sehr unterschiedlich anfühlen. Die Konzentration allein entscheidet nicht über die Eignung, Verträglichkeit oder die Eignung für eine langfristige Einnahme. Die Herkunft der Wirkstoffe und die Art ihrer Gewinnung sind ebenso wichtig wie die Zahlen auf dem Etikett.
5. Was zeichnet KSM-66 aus?
KSM-66 ist ein Marken-Ashwagandha-Extrakt, der speziell zur Behandlung dieser Probleme entwickelt wurde. Er wird ausschließlich aus der Wurzel der Ashwagandha-Pflanze hergestellt und ist so konzipiert, dass ein breites, natürliches Spektrum an aus der Wurzel gewonnenen Wirkstoffen erhalten bleibt, anstatt einzelne Withanolide zu isolieren oder zu verstärken.
Bei der Gewinnung kommen schonende, lebensmitteltaugliche Verfahren zum Einsatz, anstatt aggressive chemische Lösungsmittel. Dadurch bleiben Inhaltsstoffe erhalten, die bei aggressiveren Extraktionsverfahren verloren gehen, und es entsteht ein Profil, das eher dem traditioneller Wurzelpräparate entspricht, während gleichzeitig die Konsistenz gewährleistet ist, die man von einem modernen Nahrungsergänzungsmittel erwartet.
KSM-66 wird auch in der Humanforschung umfassend untersucht, wobei in den Studien in der Regel Dosierungen verwendet werden, die der tatsächlichen Einnahme im Alltag entsprechen, und nicht extreme Konzentrationen. Dadurch sind die Forschungsergebnisse für den täglichen Gebrauch relevanter und erklären, warum KSM-66 oft mit einer guten Verträglichkeit über längere Zeiträume in Verbindung gebracht wird.
Anstatt einen möglichst hohen Withanolid-Anteil anzustreben, legt KSM-66 den Schwerpunkt auf Ausgewogenheit, Reproduzierbarkeit und die Unversehrtheit der Wurzel.
6. Warum es biologisch gesehen auf „nur Wurzel“ und das gesamte Spektrum ankommt
Pflanzen wirken nicht durch einzelne, isolierte Wirkstoffe. In der Ashwagandha-Wurzel kommen Withanolide zusammen mit anderen natürlich vorkommenden Substanzen vor, die beeinflussen, wie sie aufgenommen, verteilt und verstoffwechselt werden.
Ein Vollspektrum-Extrakt, der ausschließlich aus der Wurzel gewonnen wird, spiegelt diese Komplexität wider. Anstatt dem Körper ein eng gefasstes, verstärktes Signal zu übermitteln, liefert er ein breiteres Spektrum an Impulsen, die auf subtilere Weise mit den Stressreaktions- und Nervensystembahnen interagieren. Dies könnte erklären, warum Extrakte, die ausschließlich aus der Wurzel gewonnen werden, oft als förderlich für die Anpassung und Widerstandsfähigkeit beschrieben werden, anstatt eine starke oder sofortige Wirkung zu entfalten.
Isolierte oder blattreiche Extrakte können dieses Gleichgewicht hingegen verschieben. Ein höherer Gehalt an bestimmten Withanolid-Verbindungen mag zwar theoretisch die Wirksamkeit erhöhen, kann bei manchen Menschen jedoch auch die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Stimulation oder einer schlechten Verträglichkeit steigern, insbesondere bei täglicher Einnahme.
Reine Vollspektrum-Extrakte aus der Wurzel werden daher in der Regel dann gewählt, wenn eine gleichmäßige, langfristige Unterstützung angestrebt wird und nicht eine kurzfristige, intensive Wirkung.
7. Bio-Ashwagandha: Warum die Anbaubedingungen entscheidend sind
Ashwagandha ist eine Wurzelpflanze, was bedeutet, dass sie über lange Zeiträume in direktem Kontakt mit dem Boden wächst. Daher sind die Anbaubedingungen besonders wichtig. Die Wurzeln können Stoffe aus dem Boden aufnehmen, darunter Pestizide, Schwermetalle und andere Schadstoffe, sofern diese vorhanden sind.
Der ökologische Anbau verringert das Risiko von Pestizidrückständen und legt größeren Wert auf die Bodengesundheit und die Bewirtschaftung der Kulturen. Dies ist nicht nur für die Sicherheit von Bedeutung, sondern auch für die Konsistenz. Pflanzen, die auf gesünderen Böden wachsen, weisen in der Regel stabilere und besser vorhersehbare phytochemische Profile auf.
Die Verwendung von biologisch angebautem Ashwagandha entspricht zudem der Art und Weise, wie die Pflanze traditionell angebaut und geerntet wird. In Verbindung mit sorgfältigen Extraktions- und Prüfverfahren sorgt die biologische Herkunft für zusätzliche Sicherheit, dass das von Ihnen eingenommene Produkt sowohl traditionellen Praktiken als auch modernen Qualitätsstandards entspricht.
8. Wie Ashwagandha im Körper wirkt
Ashwagandha wirkt weder als Stimulans noch als Beruhigungsmittel oder Hormon. Forschungsergebnisse deuten vielmehr darauf hin, dass es auf Systeme einwirkt, die an der Stressreaktion des Körpers beteiligt sind, insbesondere auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse), die den Cortisolspiegel und andere stressbezogene Signale reguliert.
Studien, in denen ausschließlich Wurzelextrakte von Ashwagandha, darunter KSM-66, verwendet wurden, haben wiederholt Auswirkungen auf den Cortisolspiegel bei Menschen mit anhaltendem psychischem Stress festgestellt. Dabei handelt es sich in der Regel um randomisierte, placebokontrollierte Studien am Menschen, die zwischen acht und zwölf Wochen dauern. In diesen Studien sind die Cortisolsenkungen eher moderat und schrittweise als dramatisch. Wichtig ist, dass sie vor allem bei Menschen mit erhöhtem Stressniveau zu Beginn der Studie beobachtet werden, nicht bei stressfreien Personengruppen. Dies deutet darauf hin, dass Ashwagandha Cortisol nicht wahllos unterdrückt, sondern möglicherweise die Regulierung von Cortisol beeinflusst, wenn Stresssignale chronisch aktiviert bleiben.
Ursachen für einen niedrigen Cortisolspiegel und Angstzustände:
Aktuelle Erkenntnisse deuten auf eine Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) hin, die die Stressreaktion des Körpers steuert. Bei anhaltendem Stress kann die Signalübertragung zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Nebennieren überaktiv werden, was dazu führt, dass der Cortisolspiegel länger erhöht bleibt, als es biologisch sinnvoll ist. Ashwagandha scheint die Cortisolproduktion nicht direkt zu blockieren. Stattdessen vermuten Forscher, dass es eine angemesseneren Rückkopplung innerhalb dieses Systems unterstützen könnte, sodass der Cortisolspiegel als Reaktion auf Stress ansteigt und dann effizienter wieder absinkt, sobald der Stressor vorbei ist.
Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Ashwagandha die Signalübertragung im Nervensystem beeinflusst, insbesondere die Signalwege, an denen Gamma-Aminobuttersäure (GABA) beteiligt ist. GABA ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im Gehirn und spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Erregbarkeit und der Stressreaktivität. Ashwagandha wirkt nicht als Beruhigungsmittel, scheint jedoch den inhibitorischen Tonus in stressbezogenen neuronalen Schaltkreisen zu unterstützen. Durch die Reduzierung übermäßiger neuronaler Aktivität, die mit chronischem Stress einhergeht, kann es die Intensität der Stresssignale senken, die die HPA-Achse erreichen, und so indirekt die Cortisolausschüttung beeinflussen.
Diese Kombination von Wirkungen erklärt, warum Ashwagandha oft als Mittel zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit beschrieben wird, anstatt eine unmittelbare Wirkung zu entfalten. In der Regel verspüren die Menschen nach der Einnahme keine plötzliche beruhigende Wirkung. Stattdessen beziehen sich die berichteten Veränderungen meist darauf, wie stark oder anhaltend Stressreaktionen im Laufe der Zeit empfunden werden. Dies deckt sich mit den allmählichen Veränderungen, die bei Cortisolmessungen und in Stressfragebögen im Rahmen klinischer Studien festgestellt wurden.
Es bestehen nach wie vor erhebliche Wissenslücken. Die Forscher haben kein einziges molekulares Zielmolekül identifiziert, das für diese Wirkungen verantwortlich ist, und die meisten Studien umfassen eine relativ geringe Teilnehmerzahl. Es ist auch unklar, ob ähnliche Wirkungen bei Menschen ohne erhöhten Stress oder Cortisolspiegel auftreten. Aus diesem Grund lässt sich Ashwagandha am besten als Mittel beschreiben, das die Stressregulation in bestimmten Kontexten unterstützt, und nicht als universelles Mittel zur Stresssenkung. Die derzeitigen Erkenntnisse stützen eine Rolle bei der Modulation von Stressreaktionen im Laufe der Zeit, nicht jedoch bei der Außerkraftsetzung der normalen Physiologie oder der Herbeiführung schneller Veränderungen.
Bislang haben Forscher zudem erste Erkenntnisse gewonnen, die die traditionelle Verwendung von Ashwagandha zur Verbesserung der geistigen Konzentration und der kognitiven Funktionen zu bestätigen scheinen („Akute und wiederholte Einnahme von Ashwagandha-Präparaten verbessert Indikatoren für die kognitive Funktion und die Stimmung“ von Leonard et al.) sowie zur Steigerung der körperlichen Ausdauer und Belastbarkeit (Untersuchung der Auswirkungen einer Supplementierung mit Withania somnifera auf Muskelkraft und Regeneration: Eine randomisierte kontrollierte Studie).
9. Was bedeutet „Adaptogen“?
Der Begriff „Adaptogen“ wird oft verwendet, um Kräuter wie Ashwagandha zu beschreiben, wird jedoch selten klar erklärt. Das Wort wurde erstmals Ende der 1940er Jahre vom russischen Wissenschaftler Nikolai Lazarev geprägt, der damit Substanzen bezeichnete, die die allgemeine Stressresistenz des Körpers erhöhten. Spätere Forscher, darunter Brekhman und Dardymov in den 1960er Jahren, schlugen Kriterien für Adaptogene vor: Sie sollten in normalen Dosierungen ungiftig sein, die allgemeine Stressresistenz unterstützen und dazu beitragen, die physiologischen Funktionen zu normalisieren, anstatt sie in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Praktisch gesehen ist „Adaptogen“ weder ein medizinischer Fachbegriff noch eine gesetzlich geregelte Arzneimittelkategorie. Es handelt sich um einen beschreibenden Begriff, der in der Forschung und der traditionellen Medizin verwendet wird, um Substanzen zusammenzufassen, die offenbar die Art und Weise beeinflussen, wie sich der Körper an körperliche, geistige oder umweltbedingte Belastungen anpasst.
Moderne Ärzte und Aufsichtsbehörden verwenden den Begriff „Adaptogen“ in der Regel nicht. Er wird in der klinischen Medizin nicht verwendet und impliziert nicht, dass eine Substanz Krankheiten heilt oder vorbeugt. Der zugrunde liegende Gedanke, regulierende Systeme zu unterstützen, anstatt ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen, deckt sich jedoch mit der Art und Weise, wie Forscher derzeit die Wirkungen von Ashwagandha in Studien am Menschen beschreiben.
Dieses Verständnis hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Wenn Ashwagandha als Adaptogen bezeichnet wird, bedeutet das nicht, dass es „alles ins Gleichgewicht bringt“ oder bei jedem Menschen auf dieselbe Weise wirkt. Es bedeutet vielmehr, dass es offenbar so auf die Stressreaktionssysteme einwirkt, dass es deren Regulierung unterstützt, anstatt sie anzuregen oder zu unterdrücken.
10. Was Ashwagandha kann und was nicht
Ashwagandha-Präparate wirken nicht wie Medikamente. Sie bewirken keine sofortige beruhigende Wirkung, unterdrücken keine Stressreaktionen und beheben keine zugrunde liegenden Erkrankungen. Sie ersetzen auch keine Behandlung von Angststörungen, Depressionen, hormonellen Störungen oder Schlafstörungen.
Die vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich im Laufe der Zeit eine unterstützende Wirkung zeigt. In klinischen Studien wurde die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha-Extrakten, die ausschließlich aus der Wurzel gewonnen werden, bei manchen Menschen – insbesondere bei solchen, die unter anhaltendem Stress leiden – mit Veränderungen bei Stressmarkern, der subjektiven Stresswahrnehmung und Indikatoren für das Wohlbefinden in Verbindung gebracht.
Die Reaktionen sind unterschiedlich. Faktoren wie der Ausgangsstresspegel, der Schlaf, die Ernährung, die Arbeitsbelastung und die individuelle Empfindlichkeit beeinflussen das Ergebnis. Manche Menschen bemerken nach einigen Wochen leichte Veränderungen, während andere kaum eine Wirkung feststellen.
Aus diesem Grund sollte Ashwagandha am besten als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes betrachtet werden, der Ruhe, Ernährung und realistische Erwartungen umfasst. Seine Wirkung ist unterstützend und schrittweise, nicht korrigierend oder schnell wirkend.
11. Wie lange es dauert, bis Ashwagandha wirkt
Ashwagandha wirkt nicht sofort. Studien zu Extrakten, die ausschließlich aus der Wurzel gewonnen werden, wie beispielsweise KSM-66, bewerten die Ergebnisse in der Regel über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen. Dies spiegelt wider, wie lange es dauert, bis sich die Stressreaktionssysteme anpassen, und nicht, wie schnell eine Substanz resorbiert wird.
Manche Menschen bemerken nach einigen Wochen subtile Veränderungen, beispielsweise dass sie besser mit den laufenden Anforderungen zurechtkommen oder weniger stark auf alltägliche Stressfaktoren reagieren. Bei anderen vollziehen sich die Veränderungen langsamer oder sind weniger deutlich spürbar. Diese Unterschiede sind normal und spiegeln Unterschiede im Ausgangsstressniveau, in der Schlafqualität, in der Arbeitsbelastung und in der individuellen Physiologie wider.
Wenn man Ashwagandha unregelmäßig einnimmt, ist es schwieriger zu beurteilen, ob es hilft. Eine regelmäßige tägliche Einnahme über mehrere Wochen ist aussagekräftiger, als die Dosis zu erhöhen oder eine kurzfristige Wirkung zu erwarten.
12. Wie man Ashwagandha-Kapseln einnimmt
Ashwagandha-Kapseln werden in der Regel ein- bis zweimal täglich eingenommen, je nach Dosierung und Darreichungsform. Viele Menschen nehmen sie zusammen mit einer Mahlzeit ein, um das Risiko von Magenbeschwerden zu verringern, obwohl dies für die Aufnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
Der Einnahmezeitpunkt kann flexibel gewählt werden. Manche Menschen bevorzugen es, Ashwagandha früher am Tag einzunehmen, um die Stressresilienz tagsüber zu unterstützen, während andere es abends als Teil ihrer Entspannungsroutine einnehmen. Da Ashwagandha weder beruhigend noch anregend wirkt, hängt der beste Zeitpunkt oft von den persönlichen Vorlieben ab.
Konsistenz ist wichtiger als der Zeitpunkt. Wenn Sie die Kapseln jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit einnehmen, bleibt die Wirkstoffkonzentration im Körper konstant, und Sie können Ihr Ansprechen im Laufe der Zeit besser beurteilen.
13. Sicherheit, Toleranz und an wen man sich wenden sollte
Ashwagandha-Extrakte, die ausschließlich aus der Wurzel gewonnen werden, wie beispielsweise KSM-66, werden bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung im Allgemeinen gut vertragen. Bei den meisten Menschen treten keine Nebenwirkungen auf, insbesondere wenn der Extrakt regelmäßig und nicht nur sporadisch eingenommen wird.
Ashwagandha ist für Schwangere nicht geeignet, da seine Auswirkungen während der Schwangerschaft noch nicht ausreichend untersucht wurden. Auch stillende Frauen sollten vor der Einnahme fachkundigen Rat einholen.
Personen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten vor der Einnahme von Ashwagandha einen Arzt oder Apotheker konsultieren, da es in manchen Fällen den Schilddrüsenhormonspiegel beeinflussen kann. Das Gleiche gilt für Personen mit Autoimmunerkrankungen oder solche, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem beeinflussen.
Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel ist es ratsam, sich vor der Einnahme von Ashwagandha von einem Arzt beraten zu lassen, wenn Sie in ärztlicher Behandlung sind oder verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. So stellen Sie sicher, dass es zu Ihrer individuellen Gesundheitssituation passt.
14. Warum sollten Sie sich für VitaBright Ashwagandha (KSM-66) entscheiden?
VitaBright Ashwagandha-Kapseln enthalten KSM-66, einen bewährten Ashwagandha-Extrakt, der ausschließlich aus der Wurzel gewonnen wird und aufgrund seiner Ausgewogenheit, Konsistenz und wissenschaftlichen Fundierung ausgewählt wurde. Der Extrakt wird ausschließlich aus der Ashwagandha-Wurzel hergestellt, was der traditionellen Verwendung entspricht und veränderte Wirkstoffprofile vermeidet, die durch die Beimischung von Blättern entstehen können.
Das in KSM-66 verwendete Ashwagandha stammt aus biologischem Anbau. Dies ist von Bedeutung, da Ashwagandha eine Wurzelpflanze ist, die über lange Zeiträume in direktem Kontakt mit dem Boden steht. Der biologische Anbau verringert die Belastung durch Pestizidrückstände und sorgt für gleichmäßigere Anbaubedingungen, was zu einem reineren und in seiner Qualität besser vorhersehbaren Extrakt beiträgt.
Wir verzichten auf unnötige Zusatzstoffe. Die Kapseln enthalten lediglich den Extrakt selbst und eine pflanzliche Kapselhülle, wodurch die Rezeptur einfach gehalten und für vegetarische und vegane Ernährungsweisen geeignet ist.
Alle VitaBright-Nahrungsergänzungsmittel werden in hochmoderne Produktionsstätten in Großbritannien die über eine BRC-Zertifizierung der Stufe AA verfügen, einen der höchsten Standards für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln. Das bedeutet, dass die Nahrungsergänzungsmittel in streng kontrollierten Umgebungen unter Einhaltung strenger Hygiene-, Rückverfolgbarkeits- und Qualitätsstandards hergestellt werden.
Wir produzieren nach GMP-Standards, denselben Richtlinien, die auch für Arzneimittel gelten. Jede Charge wird nach dokumentierten Verfahren hergestellt, unter kontrollierten Bedingungen produziert und vor der Freigabe geprüft, wodurch eine gleichbleibende Qualität von Flasche zu Flasche gewährleistet wird.
Die Inhaltsstoffe stammen von sorgfältig ausgewählten Lieferanten und werden vor der Verwendung geprüft. Um die Reinheit zu gewährleisten, lassen wir die Produkte gegebenenfalls von unabhängigen Stellen testen. Jede Flasche ist doppelt versiegelt, sodass Sie sicher sein können, dass sie vor dem Erhalt nicht geöffnet oder manipuliert wurde. Wir stehen hinter unseren Produkten und bieten eine Geld-zurück-Garantie auf alle unsere Produkte.
Neben den Fertigungsstandards bieten wir klare Produktinformationen und laufender Kundensupport. Wir beschäftigen zwar keine Ärzte, beantworten aber gerne Fragen zu unseren Nahrungsergänzungsmitteln im Rahmen unserer Fachkenntnisse und helfen Ihnen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen.
15. Weiterführende Literatur
Stöbern Sie in unserem Blogbeiträge über Ashwagandha
Wie man Ashwagandha gegen Stress, für besseren Schlaf und mehr Energie einnimmt – Der vollständige Leitfaden
Wie wirkt sich Ashwagandha auf den Körper aus, und ist die Einnahme unbedenklich?
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