1 – Vegetarische oder vegane Ernährung
Vegetarier und Veganer sind gefährdet, da pflanzliche Ernährungsweisen nur sehr wenig natürliches Vitamin B12 enthalten, das hauptsächlich in Fleisch vorkommt. Auch Pescatarier ernähren sich tendenziell vitamin-B12-arm.
2 – Alkohol
Übermäßiger Alkoholkonsum verursacht eine ganze Reihe von Problemen. Ganz oben auf der Liste steht eine Schädigung der Magenschleimhaut, was zu einer verminderten Aufnahme von Vitamin B12 – neben vielen anderen Nährstoffen – führt! Alkohol kann zudem die Fähigkeit der Leber beeinträchtigen, B12 zu speichern und zu aktivieren.
3 – Älterwerden
Ältere Erwachsene sind aufgrund einer verminderten Magensäureproduktion und Ernährungsumstellungen anfälliger für einen B12-Mangel.
4 – Rauchen
Viele Raucher weisen die Symptome eines B12-Mangels auf. Warum? Zigaretten- und E-Zigarettenrauch enthalten tödliches Cyanid, und Ihr Körper verbraucht Vitamin B12, um es sicher zu entgiften. Das bedeutet, dass Sie zwar reichlich B12 über Ihre Ernährung zu sich nehmen könnten, das Rauchen es jedoch verbraucht, sodass weniger für all die anderen wichtigen Aufgaben übrig bleibt, die es im Körper erfüllt.
5 – Bestimmte Medikamente
Wenn Sie einen Protonenpumpenhemmer (PPI) zur Behandlung von Magengeschwüren, saurem Reflux (GERD) oder einer Hiatushernie einnehmen, nehmen Sie möglicherweise nicht genug Vitamin B12 auf. Ihr Magen muss genau den richtigen Säuregrad aufweisen, um dieses wichtige Vitamin aufzunehmen, und diese Medikamente können Ihren Magen zu basisch machen, sodass der Prozess nicht funktioniert.
Metformin zur Behandlung von Prädiabetes ist ein weiteres Medikament, das die Aufnahme von B12 hemmen kann.
Bestimmte Antibiotika können den B12-Spiegel ebenfalls beeinflussen.
Antikonvulsiva gegen Epilepsie können die B12-Aufnahme verringern.
6 – Erkrankungen, die die B12-Aufnahme beeinträchtigen
Auch andere Probleme im Magen oder Darm können den B12-Aufnahmeprozess behindern. Dazu gehören:
- Atrophische Gastritis, bei der die Magenschleimhaut zu dünn wird, sodass sie nicht mehr genügend Intrinsic-Faktor produzieren kann.
- Erkrankungen des Dünndarms, darunter Morbus Crohn, Zöliakie und SIBO (bakterielle Überbesiedelung des Dünndarms).
- Magenbypass-Operation, bei der ein Teil des Magens entfernt wird.
- Chronische Pankreatitis, die die Freisetzung von Pankreasenzymen beeinträchtigen kann, die für die Vitamin-B12-Aufnahme benötigt werden.
Verschiedene chronische Erkrankungen können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und zudem unseren Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöhen, da unser Körper ständig damit beschäftigt ist, die Auswirkungen der Erkrankung zu bewältigen. HIV/AIDS führt unter anderem zu einem Abbau unseres Vitamin-B12-Spiegels sowie anderer Nährstoffe. Chronische Nierenerkrankungen (CKD) oder Lebererkrankungen können ebenfalls den Vitamin-B12-Spiegel Aufbewahrung und den Stoffwechsel beeinträchtigen.
7 – Perniziöse Anämie
Vitamin B12 wird größtenteils im letzten Abschnitt des Dünndarms resorbiert. Wir können es jedoch nur aufnehmen, wenn es zuvor an ein Proteinmolekül gebunden ist, das als „Intrinsic-Faktor“ bezeichnet wird und von speziellen Zellen im Magen, den sogenannten Parietalzellen, gebildet wird.
Eine Autoimmunerkrankung namens perniziöse Anämie verursacht einen Vitamin-B12-Mangel, indem sie den „Intrinsic-Faktor“ zerstört.
8 – Genetische Faktoren – die recht häufig vorkommen
Manche Menschen haben Gene, die dazu führen, dass sie
Vitamin B12
weniger effizient aktivieren und verwerten können. Auch wenn es sich dabei streng genommen nicht um einen Mangel handelt, ist das Ergebnis dasselbe. Dazu gehören beispielsweise MUTATIONEN des MTHFR-Gens. Einige dieser Gene betreffen etwa 10 % der Bevölkerung, während andere sind so verbreitet, dass fast ein Drittel von uns davon betroffen ist.9 – Parasiten aus dem Urlaub
Oh ja, es ist nicht immer nur Sonnenbrand oder Durchfall! Bandwurmbefall ist für manche Menschen ein weiteres „Urlaubssouvenir“. Die Parasiten stammen aus infiziertem Fleisch und verbrauchen im Darm Vitamin B12 (neben vielen anderen Nährstoffen), was zu einem Mangel führt. Auch andere Wurminfektionen, die man sich im Urlaub zuziehen kann – zum Beispiel durch Fisch –, können die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen.
10 – Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft oder Stillzeit benötigt man mehr Vitamin B12 als sonst. Wenn man die Zufuhr nicht erhöht, nimmt das Baby alles, was es braucht, während bei der Mutter ein Mangel entstehen kann.
So beheben Sie einen Vitamin-B12-Mangel
- Essen Sie mehr Fleisch, insbesondere rotes Fleisch.
- Geben Sie das Rauchen auf.
- Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum so weit wie möglich.
- Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Magen-Darm-Beschwerden haben, die möglicherweise besser behandelt oder geheilt werden können.
- Nehmen Sie ein Vitamin-B12-Präparat in methylierter Form ein. Dieses enthält Methylcobalamin und Adenosylcobalamin, die beiden Formen, die Ihr Körper direkt verwerten kann.
